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Suchen automatisieren – nützliche Tools zur Jobsuche oder für das Reputationsmanagement

Zum zweiten Teil Beobachtung von Social Media
Mittlerweile gibt es relativ viele Stellenbörsen und sogar Metasuchmaschinen für Jobs. Dabei ist es recht anstrengend, die einzelnen Börsen regelmäßig zu durchforsten. Die Suchagenten, die viele Anbieter bereit stellen, sind oft nicht zufriedenstellend.
Problematisch ist auch, dass viele Unternehmen ihre Jobs nur auf die eigene Website stellen. Da kommt ja jeder Job-Suchende zwangsläufig vorbei. Bestimmt.
Eine einfache Möglichkeit, gezielt nach Jobs zu suchen besteht im Monitoring des Web. Die PR-Abteilungen machen das meistens mit professionellen Tools oder beauftragen große Agenturen, die sich auf die Beobachtung von Medien spezialisiert haben. Für unseren Zweck reichen kostenlose Tools wie Google Alerts, Social Mentions oder Twitter.

Mit solchen Tools kann man nicht nur nach Jobs, sondern nach beliebigen anderen Begriffen automatisch suchen lassen. Leute, die auf ihren Ruf im Web großen Wert legen, können schauen, ob ihr Name oder ihre Marke im Netz erwähnt werden. Man kann nach interessanten Artikeln suchen, ohne viele RSS-Feeds durchblättern zu müssen. Die Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt.

Google Alerts

Google Alerts ist eigentlich ein auf Google News zugeschnittener Dienst. Hier kann man sich täglich per Mail informieren lassen, wenn es zu einem bestimmten Stichwort eine neue Nachricht gibt. Ziemlich unbekannt scheint aber die Möglichkeit zu sein, einen Großteil des offenen Web via Google Alerts überwachen zu lassen. Dazu ruft man zunächst Google News auf, gibt ein Stichwort ein – vielleicht Behinderte – und startet die Suche. Anschließend scrollt man auf der Ergebnisseite nach unten und klickt auf “E-Mail-Benachrichtigung für … einrichten”. Auf der nächsten Seite kann man das Stichwort noch einmal ändern oder weitere Stichworte hinzufügen. In der Auswahlliste “Typ” wählt man je nach Geschmack aus, aus welchem Bereich man News haben möchte, wir wählen “Alles”, geben eine E-Mail-Adresse ein, bestätigen den Alert per zugesendetem Link und das wars.
Man kann mit Google auch gezielt bestimmte Seiten durchsuchen. Dazu gibt man site:www.example.com Stichwort ein. Zur Feinsuche kann man Operatoren in Google verwenden, übrigens auch bei der normalen Suche. Um eine exakte Zeichenfolge zu suchen, gibt man die – korrekt geschriebene – Zeichenfolge in Anführungsstrichen ein, zum Beispiel “Behinderte in Deutschland”. Möchte man ein Dokument haben, wo mindestens eines von zwei Worten vorkommen soll, gibt man den senkrechten Strich ein: Behinderte | Handicapped zeigt mir alle Seiten an, wo mindestens einer der beiden Begriffe Behinderte oder Handicapped vorkommt.
Wem das mit den Operatoren zu komplex ist, der kann auch die Erweiterte News-Suche verwenden, die sich rechts neben dem Suchfeld bei Google News findet. Hier hat man die gleiche Funktionalität wie bei den Operatoren per Formular bereit gestellt.

Stichwortliste anlegen

Basis allen Suchens ist die Stichwortliste. Nehmen wir den Beruf des Online-Redakteurs, der vielerorts auch Web-Redakteur, Internet-Redakteur oder Multimedia-Redakteur heißt. Er kann aber auch Online-Journalist, schlicht Redakteur, Sachbearbeiter für Internet oder was ganz anderes sein. Gibt man nur Redakteur ein, werden sehr viele auch irrelevante Ergebnisse angezeigt. Gibt man nur Online-Redakteur oder gar “ONline-Redakteur” ein läuft man Gefahr, dass einem der Onlineredakteur oder Webredakteur verloren geht. Mit den Feinheiten des filterns und weiteren Services werde ich mich beim nächsten Mal beschäftigen.
Zum zweiten Teil Beobachtung von Social Media