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Das Web wird mobil – ein Grund mehr für Barrierefreiheit

Allmählich wird das mobile Surfen erschwinglich und halbwegs bequem. Bestimmte Angebote wie Fahrtauskünfte sind für mobile Surfer vermutlich interessanter als andere. Dennoch ist es interessant, dass für das mobile Web ähnliche Regeln gelten wie für das barrierefreie Webdesign.

Das heißt, man verzichtet auf übergroße Bilder, überflüssige graphische Spielereien, auf Frames und Tabellenlayouts.

Man hält die Seiten klein und kompakt, die Navigation übersichtlich und leicht verwendbar. Man verzichtet auf komplexe Strukturen, die wenn sie nicht funktionieren den Zugriff auf Seitenfunktionen verhindern wie Navigationen über JavaScript oder Flash.

Übrigens sind gerade Blogs für mobile Surfer interessant. Die Texte sind oft so kurz, dass man sie kurz während einer Busfahrt im Stehen lesen kann. Ein Kuriosum sind ja die Leute, die erwarten, in der vollen Bahn im Stehen ihre ausgebreitete Zeitung lesen zu können und zu nörgeln anfangen, wenn jemand sie anstubst. Mit einem surferfreundlichen Handy oder E-Book-Reader dürften solche Zeiten bald der Vergangenheit angehören. Stattdessen dürften einige Leute Nackenbeschwerden bekommen.

IE 6 – nein danke

Viele Webdesigner müssen sich plagen. Während es relativeinfach ist, ein gutes Layout für einen Browser zu erstellen, muss eine professionelle Website auf viele Browser zugeschnitten werden. Der Internet Explorer ist besonders anspruchsvoll, auch deshalb, weil gleiche Versionen auf verschiedenen Betriebssystemen (Windows oder Mac) unterschiedlich sein können.

Der IE 6 und seine Vorgänger haben das jahrealte CSS 2 nur schlecht implentiert. Anspruchsvoll ist auch der Umgang mit JavaScript. Auch der Firefox erfordert ausführliche Tests, während kleinere Browser wie Chrome, Opera und Safari die Standards größtenteils erfüllen.

Seltsam ist es, wenn der Netscape Navigator – nur wenig zickiger als der Internet Explorer – noch unterstützt werden soll, obwohl den kaum jemand heute noch einsetzt. Webdesigner und Entwickler wollen sich nun vom IE 6 verabschieden, obwohl er noch sehr stark verbreitet wird.

Meine Serverstatistik sagt, dass der Firefox von rund 48 Prozent meiner Besucher eingesetzt wird, auf den IE (7, 6, 8 in dieser Reihenfolge) entfallen rund 42 Prozent. Etwas weniger als die Hälfte davon verwendet noch den IE 6. Opera und Safari haben jeweils ca 4 Prozent,Chrome liegt trotz des Chrome-Hypes bei unter einem Prozent.

Nun spricht wenig dagegen, sich vom IE 6 in Design und Entwicklung zu verabschieden. Allerings kann man niemanden zwingen, seinen Browser zu wechseln. Statt die Ästhetik in den Vordergrund zu stellen, sollte man aber zumindest die Benutzbarkeit der Seite mitallen gängigen Browsern garantieren.

Hierzulande vergisst man gerne, wie viele Ressourcen moderne Browser benötigen. Der Firefox 3.x braucht auf meinem Notebook gut 40 Sekunden, bis er gestartet ist. Im Leerlauf verbraucht er gut 70 MB Arbeitsspeicher, während einer Session können es weit über 100 MB werden. Bei stark JavaScript-lastigen Seiten oder Videos wird er bei schwachen PCsdeutlich langsamer.

Das Webdesign könnte eine feine Sache sein, wenn der doofe Nutzer nicht wäre. Der Nutzer, der sich weigert, einen bestimmten Browser auf einem bestimmten Betriebssystem mit einem bestimmten PC und einem bestimmten Bildschirm mit einer bestimmten Auflösung zu verwenden. Frechheit, dass die Buben nun auch noch mit Handy, PDA und ähnlichem Schnickschnack wurfen wollen.