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Jenseits von Amazon und EBay – alternative Verkaufsstellen im Netz

Lang, lang ist es her, dass Amazon und EBay ein Tummelplatz für Privatverkäufer und Schnäppchenjäger waren. Vor allem für Privatpersonen lohnt es sich oft nicht mehr, dort zu verkaufen. Amazons überhöhte Gebühren führen dazu, dass es unterhalb einer bestimmten Schwelle uninteressant ist, Artikel anzubieten. Leider liegen aber die meisten Bücher, DVDs und CDs unter dieser Schwelle von 10 Euro. EBay vergretzt seine Verkäufer, indem es für viele Artikel keine Versandgebühren mehr zulässt. So kommt es, dass man hier oft draufzahlt, wenn man Artikel günstig losschlagen möchte. ZVAB, wo antiquarische Bücher angeboten werden, ist doch teilweise recht überteuert und wimmelt von neuen Angeboten, wo man mit Versandkosten mehr bezahlt als im normalen Buchhandel. Regalfrei.de wäre eine interessante Alternative für Leute, die einen ganzen Schwung Bücher auf einmal losschlagen wollen. Leider machen sie nur recht niedrige Angebote auch für gute Bücher, was das Angebot eher unattraktiv macht.

Interessante Alternativen sind etwa Hood und Booklooker. Hood ist ein klassisches Auktionshaus a la E-Bay, allerdings mit besseren Konditionen. Leider ist es derzeit nicht gerade stark frequentiert, was sich hoffentlich bald ändert. Booklooker entspricht eher Amazon Marketplace, hier werden Bücher, CDs, DVDs und Spiele zum Festpreis + Versandkosten angeboten. Das Einstellen von Artikeln ist in beiden Fällen kostenlos. Hood läßt sich für Extraleistungen bezahlen, Booklooker nimmt eine Verkaufsprovision.
Ebenfalls interessant ist tauschticket.de, ein Angebot zum Tauschen von Artikeln. Hier wird nicht mit Geld bezahlt, sondern mit sogenannten Tickets. Man bietet einen Artikel an, der an den Interessenten versendet wird. Dafür erhält man ein Tauschticket, mit dem man selbst Produkte „erwerben“ kann. Geld fließt nicht, die Nutzung der Plattform ist inzwischen wohl nicht mehr kostenlos, den Versand der Produkte bezahlt der Versender.
Nebenbei bemerkt sind die meisten dieser Plattformen weit besser benutzbar als etwa EBay, was die Barrierefreiheit angeht.
Für Leute, die viele Bücher auf einmal verkaufen und nicht ewig auf Käufer warten möchten, bietet sich www.blidad.de an. Natürlich kriegt man hier weit weniger, als man bekommen würde, wenn man die Bücher einzeln verkauft. Das liegt einfach daran, dass sie die Bücher mit Gewinn weiter verkaufen müssen, um einen Gewinn zu machen. Blidad ist der Käufer der Bücher, es gibt eine Versandpauschale von maximal 7 Euro. Die Bücher sollen in einem guten Zustand sein, viele ältere Bücher werden allerdings nicht genommen. Eine Alternative ist ReBuy, ein Ableger von Trade-A-Game. Sie kaufen neben Büchern auch Computerspiele, Musik und DVDs. Sowohl Blidad als auch ReBuy scheinen besser zu bezahlen als der Libri-Ableger Regalfrei.

Dennoch kann ich von ReBuy und Blidad nur abraten, meine Erfahrungen mit den beiden Unternehmen sind schlecht. Die Mehrzahl der Bücher wird abgelehnt, so dass man die Wahl zwischen teurer Rücksendung oder Vernichtung hat. Am Ende zahlt man also doch drauf.

Wer seine Bücher nur loswerden möchte, ohne sie zu verschenken oder einen Gewinn damit zu machen kann natürlich immer noch auf eBay zurückgreifen.Genausogut kann man die Bücher aber auch bei einem Umsonst-Laden oder Oxfam-Laden vorbeibringen. Die verkaufen die Bücher weiter und finanzieren damit ihre Entwicklungsprojekte.