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Internet – gibts den Quatsch immer noch?

Das fragte Homer Simpson seine Tochter Lisa. Vielen Leuten erscheint das Web als Zeitfreser, Zeitverschwendung, Lebenszeitfresser und Ablenkungsmaschine. Zurecht.

Der amerikanische Technolgiekritiker Nicholas Carr vertritt prominent solche Meinungen. Google macht blöd, so schreibt er in The Atlantic, ein Artikel, den ich über Google gefunden habe.

Die Zeit meint sogar, die digitale Spaltung drehe sich um: die Gebildeten würden tendentiell das Web weniger nutzen, während die unteren Schichten das Web als billige Unterhaltungsmaschine verwenden.

Trend erkannt, Gefahr gebannt? Zumindest hat die Zeit nun einen Trend ausgerufen. Allerings hat ein Herr namens Michael Walker schon vor vier Jahren einen ähnlichen Trend ausgemacht.

Vielleicht wird es jetzt schick für Jungintellektuelle zu sagen: “Internet, habe ich nicht”, so wie es früher Mode war, keinen Fernseher zu haben und dies allen mitzuteilen, die es nicht hören wollen, um die eigene geniale Überlegenheit vor dem Anderen zur Schau zu tragen.

Vielleicht aber sollte man lernen, mit dem Internet als Instrument zu arbeiten. Das heißt, die Surfzeit streng zu rationieren, Internet-Recherchen durchzuplanen, den Umgang mit Twitter und E-Mail diszipliniert und sparsam zu pflegen.