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Wasserzeichen und Fingerabdrücke gegen Raubkopien

Neue Ideen braucht das Land, um mit urhbelich geschützten Inhalten umzugehen. Zumindest gibt es Technologien, um solche Kopien fürs erste einmal aufzuspüren.

Das digitale Wasserzeichen wäre so ein System. In Audio- oder Videodateien lassen sich spezfische Singale einbringen, die kaum wieder beseitigt werden können. Die Signale sind unsichtbar und unhörbar, erlauben aber das eindeutige Identifizieren von Inhalten. Einige Hörbüchshops verwenden einen solchen Schutz. Das Wasserzeichen ist mit dem Käufer und Downloader verbunden. Taucht das Stück irgendwo wieder auf, kann er eindeutig als Ursprungsort der Kopie identifiziert werden. Da das Signal an mehreren Stellen eingebracht wird und resistent gegen Veränderungen wie Qualitäts-Absenkung, Tempoänderung oder gar Konvertierung in andere Formate ist, ist es ein sehr sicheres System, dass zudem den Abspielkomfort nicht einschränkt, dazu gibt es einen Test in der aktuellen c´t.

Die Andere Möglichkeit ist ein Fingerabdruck bei Texten. Das System wird hier erklärt . Damit lassen sich vollständig kopierte Texte aufspüren.

Ob das im Artikel erwähnte Geschäftsmodell so bei Texten funktioniert, bleibt abzuwarten, bei anderem Content wie Musik, Video oder Spielen könnte es durchaus funktionieren. Das zeigt einmal mehr, dass Start-Ups mehr Zeit in Innovation als in Anwälte investieren.

Vier Minuten

so lange dauern die meisten Popsongs. Vorbei die Zeiten, wo man sich stundenlang klassischer Musik hingab, schwelgend ob der Brillanz der Violinen, der Klangstärke des Klaviers und der Stärke der Interprtation.
Im Internet-Videozeitalter passiert etwas Ähnliches mit der Filmkunst. Videos auf YouTube dauern selten länger als fünf Minuten und das liegt sicher nicht nur daran, dass man sie auf wenig bequemen Bürostühlen auf schlecht auflösenden 17-Zoll-Bildschirmen betrachtet.
TV und Kino sind heute allgemein schneller als noch vor 20 Jahren: Ob Citizen Kane oder Guess who is coming to Dinner, die Handlung tropft gemählich da hin. Leute unterhalten sich und tun ansonsten relativ wenig. Auch die Tageschau, der 20 Jahre alte Ausgaben auf dem Dritten gelegentlich zu sehen bekommt, glänzt durch oft mintuenlange Statements in Form eintöniger Monologe.
Heute dagegen gibt es in allen Formaten einen steten Wechsel zwischen Aktion und Dialog.
Vorläufiger Höhepunkt ist YouTube, das Video für die Fahrt im Bus oder der Straßenbahn. Die Laienregisseure hätten wohl auch kaum Zeit noch Lust, eine komplexe Handlung über mehrere Szenen zu entfalten.
Der Semilaie weiß schließlich, dass man auch für einen kurzen Beitrag von vier Minuten – ob Video oder Audio – einige Stunden investieren muss: Ein Skript muss geschrieben und verfeinert werden, Standorte müssen gewählt und modifiziert werden, Aufnahmen müssen gemacht, geschnitten und aufpoliert werden.

Doing Web – das Social Web als Do-it-your-self

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Der Computer hat aus jedem Menschen einen potentiellen Künstler gemacht – sofern er einen Computer hat, die richtige Software und ein wenig Geschick und Geduld.
Das Social Web macht es nun auch noch möglich, das Produzierte online zu stellen. Wer mit einer billigen Digitalkamera oder DigiCam ausgestattet ist, kann halbwegs gute Fotos erstellen oder gar Videos produzieren.
Das zu Yahoo gehörende Foto-Blog Flickr erfreut sich enormer Beliebtheit – ein wenig merkwürdig, denn hier gibt es fast nur fotos. Mittlerweile gibt es allerdings auch kurze Videos. Die Qualität, Ästhetik oder gar Relevnz der Fotos ist vollkommen unterschiedlich, vielleicht liegt gerade darin der Reiz des Foto-Blogs, dass man sowohl auf Kiesel- als auch auf Edelsteine treffen kann.
Weit aufwendiger ist die Erstellung guter Videos: YouTube ist hier Vorreiter, was das Ausstellen angeht. Videos schwanken naturgemäß in ihrer Qualität noch wesentlich stärker als Fotos, da hier wesentlich mehr Elemente ins Spiel kommen: Licht, Bewegung, Ton, Sprache… Dennoch ist YouTube sicherlich eine der erfolgreichsten Seiten im Internet überhaupt. Hier gibt es z. B. ein handwerklich gut gemachtes Video, welches die Produktion von Web 2.0 deutlich macht.

Für Musik und Literatur gibt es interessanterweise noch keine Plattformen, die sich solcher Beliebtheit erfreuen wie Flickr und YouTube. Dabei kostet ein gutes Musikstück oder Literatur ebensoviel Arbeit, verlangt wesentlich weniger Speicherplatz und ist auch schneller verbreitet.
Zudem ist keine der Plattformen gut geschützt. Fotos runterzuladen ist keine große Sache, aber auch für YouTube existieren Tools, die das Downloaden kinderleicht machen.
Was treibt die Leute also dazu, trotzdem mitzumachen?
Es dürfte vor allem der grenzenlose Narzissmus sein, der in unserer Gesellschaft fest verankert ist. Der Glaube, das eigene verwackelte Partyvideo möge alle Anderen auch interessieren, scheint weit verbreitet zu sein.
Eine nicht zu unterschätzende Komponente ist jedoch, dass in jedem Mensch ein Künstler steckt, wie schon Beuys sagte. Ob man damit Geld verdient, ob es allen gefällt, ob es handwerklich gut ist, ist dabei sekundär.