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Link – die Kunst der richtigen Verbindung

Auch Links wollen richtig gesetzt werden. Es ist zwar nett, am Ende eines elektroischen Textes alle Links zu erhalten, auf die im Text verwiesen wurde, aber dieses Verfahren stammt noch aud Zeiten des Papiers. Wir erinnern uns mit Schaudern an ellenlange Listen mit Fuß- und Endnoten und Anmerkungen, die zwar kleingedruckt aber dennoch um so umfangreicher sind.

Womit wir mitten im Thema sind: Eine Fußnote innerhalb eines elektronischen Textes muss prinzipiell anklickbar sein. Dabei öffnet sich entweder ein kleines neues Fenster, in dem der Text der Fußnote angezeigt wird oder das Dokument springt zur Fußnote. In letzterem Falle ist es unbedingt notwendig, eine Möglichkeit zu schaffen, damit der Leser genau dort hin zurück kommt, wo er herkam.

Häufiger tritt aber der Fall auf, dass man auf ein Dokument verweisen möchte: vielleicht als Beispiel, als Quellenverweis oder als weiter gehende Informationsquelle. In diesem Falle wird der Link direkt im Text gesetzt.

Möchte ich auf eine Pressemitteilung der Messe München verweisen, dann schreibe ich etwa: „Die Messe München sagt“, wobei der ganze Text ein Link ist, daraus schließt der Leser, dass hier auf die quelle der Aussage zurückverwiesen wird.

Dabei müssen Links deutlich erkennbar sein, etwa farblich oder unterstrichen. Dabei verwendet man am besten die klassischen Linkfarben des Web: blau für nicht-besuchte Links, lila für besuchte Seiten. Auf jeden Fall sollte man darauf verzichten, den User durch verschieden farbige Texte zu verwenden. Farben sollten immer eine bestimmte Bedeutung haben, die sich möglichst schnell erschließt.

Wenig hilfreich sind nackte Links, ob sie anklickbar sind oder nicht. Wenn sie „sprechend“ sind, also im Linktext etwas aussagekräftiges drin steht, ist das schon besser, dennoch nicht unbedingt zielführend: http://www.oliveira-online.net/wordpress/wp-admin/post.php?action=edit&post=246

Betreibt man eine professionelle Site mit vielen externen und internen Links sollte man sich überlegen, ob man ein neues Fenster öffnen will oder ob der Link im gleichen Fenster geöffnet werden soll. Wird der Link im gleichen Fenster geöffnet, ist es aufwendiger, zum ursprünglichen Artikel zurückzukehren, sofern man das möchte. Öffnet man den Link in einem neuen Fenster, ärgert sich der User gegebenenfalls darüber. Folgende Regel halte ich für einen sinnvollen Kompromiß: Siteinterne Links werden im gleichen Fenster geöffnet, externe Links in neuem Fenster. Man kann auch im Title-Tag des Ankers hierauf hinweisen.

Wohin der Online-Journalismus steuert und wie man Links nicht verwendet, erfährt man in diesem Telepolis-Artikel.

MP3-Dateien beschleunigen

Folgendes Problem liegt an: Man hat eine Reihe von Audiodateien, in der Regel Sprache, die man sich anhören mag oder muss. Doch der Sprecher ist zu langsam, bekanntermaßen kann man wesentlich schneller lesen als den gleichen Text vorgelesen zu bekommen.
Eine Variante für einzelne Dateien ist das kostenlose Audio-Editing-Programm Audacity. Dazu muss die Datei importiert werden, danach wird die Tonspur markiert mit STRG + a. Unter Effekte findet man zwei Funktionen zum Beschleunigen der Aufnahme, eine der Funktionen sorgt dafür, dass die Tonhöhe beibehalten wird, so dass die Stimme des Sprechers nicht pipsig wird. Das Ergebnis wird über den Dateidialog exportiert. Die Variante ist ein wenig zeitaufwenidg, da die Datei jeweils um- und zurückgewandelt wird, außerdem scheint Audacity keine Stapelverarbeitung zu haben, so dass das Handling mehrer Dateien unkomfortabel ist.
Ich habe wochenlang nach einer Möglichkeit gesucht, viele MP3-Dateien auf einmal zu stretchen – sprich, das Tempo zu erhöhen. Ich bin nun endlich fündig geworden und möchte die anderen „Opfer“ des Tempolimits nun an der Lösung teilhaben lassen. Fairerweise und ohne Scham gebe ich zu, nicht selber darauf gekommen zu sein, sondern von dieser Seite (Englisch) die Lösung erhalten zu haben. Da gibt es auch eine bildliche Darstellung, die ich nicht übernehmen darf oder will.
Das Programm heisst Foobar2000, man sollte es runterladen und installieren. Zudem benötigt man eventuell das .net-Framwork von Microsoft. Auf jeden Fall braucht man die foo_dsp_soundtouch.dll, die man ebenfalls übers Netz findet. Möchte man mit MP3 arbeiten, benötigt man eventuell auch die Datei lame.exe, die – natürlich – auch im Internet zu finden ist.
Du installierst foobar2000, kopierst die foo_dsp_soundtouch.dll in den Installationsordner unter components und startest das Programm.
Unter File – Add files werden Dateien eingefügt. Mittels Kontextmenü – rechte Maustaste – Convert To – wird ein Menü geöffnet. Dort wählst du die Checkbox DSP und wählst anschließend deine Soundtouch-DLL aus. Oben triffst du die Optionen an. ACHTUNG: Bei erhöhtem Tempo erhöht sich die Tonhöhe, hier muss man eventuell bei den Optionen eingreifen oder experimentieren. Bei Sprache kann man durchaus 20 Prozent ohne großen Qualitätsverlust erhöhen. Ansonsten achtet man auf das Sprechertempo, bei 30 und mehr Prozent wird die Stimme allerdings sehr hoch, so dass man da auf jeden Fall die Tonhöhe kontrollieren sollte.
Du musst zudem MP3 auswählen, wenn MP3 am Ende rauskommen soll, meine Version von foobar2000 fragte nach dem Lame-Encoder, den du spätestens jetzt haben und auswählen musst.
Nachdem alles eingestellt ist – Tempo – Tonhöhe – Qualität der Ausgabedatei – gehts auch schon los. Recht flott das Programm.
Viel Spaß und Erfolg!