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Apfel präsentiert neues Tablett

Apfel – der weltweit bekannte Hersteller von Fallobst präsentiert das neue Tablett iPlatt auf einer eigens dafür eingerufenen Pressekonferenz.

Der Apfel-Vorsitzende Stefan Arbeit sagte: „Apfel revolutioniert einmal mehr die Industrie der Speiselogistik!“. In der Tat ist das Tablett beeindruckend: 60 x 30 cm groß, flach wie ein Blatt Papier mit leicht erhöhtem Rand ist das Tablett optimal zum Transport von Speisen und Getränken geeignet. Das Tablett gibt es in weiß, braun oder schwarz. Als Logo dient ein dezent, die Oberfläche ausfüllender, angefaulter Apfel.

„Dieses Tablett“ sagte Arbeit, „ist mehr als ein Transporteur von Speisen, es ist die Erfüllung der Träume aller Kellner und Studentenbedienungen. Es steht für die Träume nach einem hohen Trinkgeld, nach schmerzfreien Beinen und dem Ende der Mitternachtsschicht. Für die Kunden steht es für den Glauben daran, dass das Essen doch noch irgendwann kommen wird, der Alkoholiker weiß, dass ihm dank des iPlatt niemals die Getränke ausgehen werden!“.

Speiseexperten und Restaurantkritiker gehen davon aus, dass Apfel einmal mehr eine Welle der Innovation durch das Speiselogistik-Gewerbe schwemmen wird. Apfels größter Konkurrent Mikrofon kündigte bereits an, dass man Arbeit „gewaltig in den Arsch treten“ werde. Der Vorstandsvorsitzende von Mikrofon Wilhelm Gehts sagte: „Der Tablettboom wird überschätzt, aber Mikrofon wird in Kürze was viel Besseres, Größeres, Tolleres und unheimlich Innovatives veröffentlichen. Vor allem aber wird es billyger sein!“.

Schneller schreiben als Denken – Stenographie für den Computer

Ob Zehn-Finger oder Ein-Finger-Suchsystem, das Tippen langer Texte ist ein langwieriger und undankbarer Job. Die Computerspracherkennung scheint auf einem guten Weg zu sein, es wird aber wohl seine Gründe haben, warum sie sich bisher nicht auf breiter Front durchgesetzt hat. Die wenigsten Leute können druckreif sprechen und an einer manchmal zeitaufwändigen Korrektur von Rechtschreibung und Grammatik kommt man nicht vorbei.

Wer sich also keinen Sekretär leisten kann und auf das viele Schreiben nicht verzichten mag, muss sich nach einer Alternative umsehen. Stenographie wäre eine Möglichkeit. Steno ist aber nur zum handschriftlichen Mitschreiben geeignet, mir ist keine Möglichkeit bekannt, Steno auf einer PC-Tastatur einzugeben. In diesem Fall hat man sogar Mehrarbeit, zunächst muss alles in Steno notiert werden, um es anschließend abzutippen. Ideal wäre es, wenn Steno direkt in den Computer eingegeben wird und sich in normalen Text umwandelt, wie das bei der Autokorrektur der Textverarbeitung passiert. Dabei werden häufig falsch geschriebene Worte korrigiert und einige Abkürzungen wie MFG ausgeschrieben.

Die Blindenschrift ist für diesen Fall ideal. Neben der normalen Brailleschrift – der Vollschrift – existiert eine Kurzform – die Kurzschrift. Die Kurzschrift besteht aus einzelnen Zeichen, die geläufige Zeichenketten wie „sch“, aber auch ganze Worte wie „sich“ in einem Zeichen zusammenfassen. Das Wort „schließlich“ zum Beispiel würde in Kurzschrift aus nur 5 Zeichen bestehen: sch, l, ie, ß, lich. Das System der deutschen Kurzschrift wird hier dargestellt.

Ein kleines Problem ist die Groß- und Kleinschreibung, sie wird in Braille nicht verwendet. Eine Lösung bestünde darin, ein auf der Standardtastatur vorhandenes Sonderzeichen wie die Raute vor groß geschriebene Worte oder Buchstaben voranzustellen. Der etwas aufwändigere Weg bestünde darin, sämtliche Kürzungen anzulegen, wobei Groß- und Kleinschreibung jeweils beachtet werden. Eine groß geschriebene Kürzung bleibt ausgeschrieben groß, eine klein geschriebene klein.

Fast alle Kürzungen in Braille bestehen aus ein oder zwei Buchstaben, einige aus einem Komma und einem Buchstaben. Da es im Deutschen kaum Wörter mit einem oder zwei Buchstaben gibt, lassen sich diese Zeichenketten ohne Verwechslungsgefahr einsetzen.

Der Vorteil von Braille gegenüber Steno besteht darin, dass hier fast nur Zeichen verwendet werden, die im normalen Alphabet vorkommen, im Gegensatz zu Steno, das einen eigenen Zeichensatz besitzt, der von der Tastatur nativ nicht unterstützt wird.

Der Vorteil einer Kurzschrift besteht darin, dass man praktisch in Denkgeschwindigkeit schreiben kann. Der durchschnittliche Tipper schafft mit Leerzeichen zwischen 120 und 240 Anschläge, wobei letzteres schon ein ordentliches Tempo wäre. Das dürften etwa 50 Silben sein. Ein Stenograph schafft bis zu 300 Silben pro Minute und mehr, was schneller als Sprechgeschwindigkeit ist.

Warum sollte man sich diesen Aufwand antun? Denn das alles ist mit Arbeit verbunden. Meines Wissens nach gibt es derzeit kein System auf dem Markt, wie ich es beschrieben habe. Das hat seinen Grund, man kommt nämlich nicht darum herum, ein mehr oder weniger komplexes System auswendig zu lernen. Damit das System funktioniert, müsste man bei meinem System einige Dutzend Kürzungen auswendig lernen. Andererseits muss man sagen, dass das Ganze interessante Möglichkeiten für Vielschreiber eröffnet. Sie können die Phase, in der sie intellektuell am leistungsfähigsten sind, effektiv ausnutzen, weil sie in Denkgeschwindigkeit schreiben könnten. Wessen intellektuelle Phase sich auf zwei bis drei Stunden beschränkt, ärgert sich über die Zeit, die er mit dem Aufschreiben oder Abtippen seiner Ideen verbringen muss. Ein Redemanuskript ließe sich auf einer Seite zusammenfassen, natürlich nur die wichtigsten Stichpunkte. Ein Zitat oder eine ganze Vorlesung ließen sich in Echtzeit mitschreiben, ob das alles im Einzelfall Sinn macht, ist eine andere Frage. Vor allem das Schreiben auf unbequemen Tastaturen wie bei PDAs oder Smartphones ließe sich abkürzen.

Ich bin übrigens darauf gekommen, als ich das Buch „Imperium“ von Robert Harris las, eine erzählerische Biographie des römischen Redners Cicero. Ciceros Sekretär Tiro erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Tiro hatte eine eigene Kurzschrift entwickelt, um die Gedanken seines Herren aufzuschreiben.

edit: Mit der klassischen Autokorrektur der Textverarbeitung würde das Kurzschriftsystem leider nicht funktionieren, stelle ich gerade fest. Die Autokorrektur funktioniert nur bei ganzen Wörtern. Wollen wir aber Teile von Wörtern abkürzen, müssten wir in mühseliger Kleinarbeit zumindest die geläufigsten 200 Wörter oder mehr schon einmal abspeichern. Um einigermaßen flüssig arbeiten zu können, müssten es wohl eher 1000 Wörter sein, womit wir noch nicht die Sonderformen abgedeckt haben. Schließlich und schließlich, ausschließlich, einschließlich, anschließend oder abschließend, alle denkbaren formen müssten gespeichert werden. Einem Programmierer würden hier die Augen tränen, denn für ähnliche Aufgaben sollte man nicht so viel Aufwand treiben. Ich werde mir wohl etwas anderes überlegen müssen.

Update: Für den Mac gibt es den Text Expander, der die oben genannten Aufgaben erfüllen kann. Man erstellt eine Datenbank mit Textbausteinen, die dann über Kürzel automatisch in den Text eingefügt werden. Der Clou ist, dass das Tool systemweit zur Verfügung steht, also auch für die Textverarbeitung oder fürs Internet. Im Golem-Forum werden vergleichbare Tools für Windows erwähnt. Ich habe noch keines der Systeme ausprobiert.

Jenseits von Amazon und EBay – alternative Verkaufsstellen im Netz

Lang, lang ist es her, dass Amazon und EBay ein Tummelplatz für Privatverkäufer und Schnäppchenjäger waren. Vor allem für Privatpersonen lohnt es sich oft nicht mehr, dort zu verkaufen. Amazons überhöhte Gebühren führen dazu, dass es unterhalb einer bestimmten Schwelle uninteressant ist, Artikel anzubieten. Leider liegen aber die meisten Bücher, DVDs und CDs unter dieser Schwelle von 10 Euro. EBay vergretzt seine Verkäufer, indem es für viele Artikel keine Versandgebühren mehr zulässt. So kommt es, dass man hier oft draufzahlt, wenn man Artikel günstig losschlagen möchte. ZVAB, wo antiquarische Bücher angeboten werden, ist doch teilweise recht überteuert und wimmelt von neuen Angeboten, wo man mit Versandkosten mehr bezahlt als im normalen Buchhandel. Regalfrei.de wäre eine interessante Alternative für Leute, die einen ganzen Schwung Bücher auf einmal losschlagen wollen. Leider machen sie nur recht niedrige Angebote auch für gute Bücher, was das Angebot eher unattraktiv macht.

Interessante Alternativen sind etwa Hood und Booklooker. Hood ist ein klassisches Auktionshaus a la E-Bay, allerdings mit besseren Konditionen. Leider ist es derzeit nicht gerade stark frequentiert, was sich hoffentlich bald ändert. Booklooker entspricht eher Amazon Marketplace, hier werden Bücher, CDs, DVDs und Spiele zum Festpreis + Versandkosten angeboten. Das Einstellen von Artikeln ist in beiden Fällen kostenlos. Hood läßt sich für Extraleistungen bezahlen, Booklooker nimmt eine Verkaufsprovision.
Ebenfalls interessant ist tauschticket.de, ein Angebot zum Tauschen von Artikeln. Hier wird nicht mit Geld bezahlt, sondern mit sogenannten Tickets. Man bietet einen Artikel an, der an den Interessenten versendet wird. Dafür erhält man ein Tauschticket, mit dem man selbst Produkte „erwerben“ kann. Geld fließt nicht, die Nutzung der Plattform ist inzwischen wohl nicht mehr kostenlos, den Versand der Produkte bezahlt der Versender.
Nebenbei bemerkt sind die meisten dieser Plattformen weit besser benutzbar als etwa EBay, was die Barrierefreiheit angeht.
Für Leute, die viele Bücher auf einmal verkaufen und nicht ewig auf Käufer warten möchten, bietet sich www.blidad.de an. Natürlich kriegt man hier weit weniger, als man bekommen würde, wenn man die Bücher einzeln verkauft. Das liegt einfach daran, dass sie die Bücher mit Gewinn weiter verkaufen müssen, um einen Gewinn zu machen. Blidad ist der Käufer der Bücher, es gibt eine Versandpauschale von maximal 7 Euro. Die Bücher sollen in einem guten Zustand sein, viele ältere Bücher werden allerdings nicht genommen. Eine Alternative ist ReBuy, ein Ableger von Trade-A-Game. Sie kaufen neben Büchern auch Computerspiele, Musik und DVDs. Sowohl Blidad als auch ReBuy scheinen besser zu bezahlen als der Libri-Ableger Regalfrei.

Dennoch kann ich von ReBuy und Blidad nur abraten, meine Erfahrungen mit den beiden Unternehmen sind schlecht. Die Mehrzahl der Bücher wird abgelehnt, so dass man die Wahl zwischen teurer Rücksendung oder Vernichtung hat. Am Ende zahlt man also doch drauf.

Wer seine Bücher nur loswerden möchte, ohne sie zu verschenken oder einen Gewinn damit zu machen kann natürlich immer noch auf eBay zurückgreifen.Genausogut kann man die Bücher aber auch bei einem Umsonst-Laden oder Oxfam-Laden vorbeibringen. Die verkaufen die Bücher weiter und finanzieren damit ihre Entwicklungsprojekte.

Die drei Fragezeichen und das Urheberrecht

Ein weiterer geheimnisvoller Fall für Justus, Peter und Bob? Leider nein, am fall der Drei Fragezeichen kann man sehen, welch Kuriosa das Copyright hervorbringt.

Die Serie wurde vor gut 40 Jahren von dem Schriftsteller Robert Arthur in den USA entwickelt, war dort allerdings nicht so erfolgreich wie in Deutschland. Hier sind wohl Millionen von Menschen im Alter von 20 – 40 Jahren mit den Hörspielen der Drei Detektive ins Bett gegangen. Deshalb wurde die Serie, als sie in den USA nicht mehr fortgeführt wurde, in Deutschland weiter geführt.Ich erinnere mich noch, wie ich mich gefreut habe, als ich Ende der 90er Jahre in einem Woolworth die Hörspielkassetten durchsah und plötzlich auf das bekannte Cover stieß, das erkennt man auch nach zehn Jahren problemlos wieder. Ich habe mir natürlich gleich alle vorhandenen Cassetten geschnappt und bin dann regelmäßig dorthin gepilgert, um zu gucken, ob es neue Cassetten oder CDs gab.

Dabei hat die Serie ein Redesign erfahren, die Jungs wurden flotter, bekamen einen gewöhnungsbedürftigen Soundtrack – aus Urheberrechtsgründen wurden sogar die alten Hörspielfolgen mit der neuen Musik ausgestattet. Angeblich waren die Tantiemen-Forderungen des Produzenten der ersten Hörspielmusik zu hoch. Kurioserweise wurden auch die ersten Folgen der Serie – der Super-Papagei und so weiter – mit neuer Musik ausgestattet, was sehr anachronistisch wirkt. Die typische 70er Jahre Kinderserie wie die Story mit dem Rubin oder dem Zirkus passt mit dem Kraftwerk-Verschnitt mit Roboter-Attitüden einfach nicht zusammen, wer das wohl verhunzt hat?

Und dann wurden die Drei umbenannt nach ihren amerikanischen Originalen, bis dahin hat wohl kaum jemand geahnt, dass Justus Jonas in den englischen Originalen Jupiter Jones und Peter Shaw eigentlich Peter Cranshaw heißt. Die drei Fragezeichen hießen dann die Dr3i, sieht ein wenig kryptisch aus, oder? Ursache war ein Rechtsstreit zwischen den Verlag und Hörspielproduzenten. Die Drei Fragezeichen wurden zu die Dr3i.
Und auch die Musik wurde wiederum geändert. Das war das einzig Gute an den neuen Folgen. Die Musik ist mittlerweile sehr passend, auch wenn die Fans wohl immer an der alten Musik hängen werden. Aber die wäre heute wohl ebenso anachronistisch wie der Technoverschnitt in den 70ern.

Die neuen Folgen sind alles in allem eigentlich nicht schlecht, aber für Kinder eher ungeeignet. Da sind doch einige sehr psychisch aufgeladene Fälle dabei. An die Umbenennung gewöhnt man sich aber recht schnell. Inzwischen scheint auch der letzte Rechtsstreit geklärt zu sein. Meine Damen und Herren, das hätten Sie auch einfacher, billiger und schneller haben können.

Inzwischen dürfte es mehr in Deutschland produzierte Folgen der drei Fragezeichen geben als amerikanische Folgen. Und das nicht wegen, sonderntrotz überkomplizierter Urheber- und Markenrechte. Vor allem die Hörspiele scheinen sich sehr gut zu verkaufen. Und die Drei Sprecher treten aus den Schatten der drei Detektive und kommen zu einem Ruhm, den sie wohl als Kiddies nie erwartet hätte.

Ähnliche Streitigkeiten haben schon zuvor die Einführung neuer Techniken verhindert. Die DVD hätte schon viele Jahre zuvor erscheinen können, doch die Filmindustrie bestand auf die Einführung eines Kopierschutzes. Das sogenannte CSS wurde aber sehr schnell geknackt, so wie alle Schutzmaßnahmen, die man sich nachgehend für teures Geld ausdachte.

Der Scheintod der Minidisc und der Tod des DAT-Rekorders ist von den Herstellerfirmen und den Contentindustrien selbst zu verantworten. Sony stattet seine MD-Player bis heute mit dem Serial Copy Management System aus, welches es verhindert, daß man von einer analog oder digital aufgenommenen Disc eine digitale Kopie anfertigt. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen, Sony verhindert, daß man von seinen eigenen Aufnahmen digitale Kopien anfertigt. Heute gibt es Minidisc-Player mit USB, es ist aber nicht möglich, Daten vom Player auf den Computer zu bekommen. MP3 vom PC muss zunächst verlustbehaftet in Sonys eigenes ATTRAC-Format konvertiert werden. Und das alles, weil Sony in der Musikindustrie aktiv ist.

Diese Fälle zeigen, dass sich die Macher selbst die Einnahmequellen abschneiden. Es gibt Zehntausende von Menschen, die für die Serien ihrer Kinderzeit wie Matlock, Remington Steele und so weiter viel Geld ausgeben würden. Aber ihnen wird die Möglichkeit gar nicht gegeben, weil irgendwer an irgendwas die Recht hat oder nicht hat. Am Ende – und das ist wirklich dumm – verdient niemand Geld damit, obwohl die Serien ja schon fix und fertig da liegen und nur noch gemolken werden müssten.

Link – die Kunst der richtigen Verbindung

Auch Links wollen richtig gesetzt werden. Es ist zwar nett, am Ende eines elektroischen Textes alle Links zu erhalten, auf die im Text verwiesen wurde, aber dieses Verfahren stammt noch aud Zeiten des Papiers. Wir erinnern uns mit Schaudern an ellenlange Listen mit Fuß- und Endnoten und Anmerkungen, die zwar kleingedruckt aber dennoch um so umfangreicher sind.

Womit wir mitten im Thema sind: Eine Fußnote innerhalb eines elektronischen Textes muss prinzipiell anklickbar sein. Dabei öffnet sich entweder ein kleines neues Fenster, in dem der Text der Fußnote angezeigt wird oder das Dokument springt zur Fußnote. In letzterem Falle ist es unbedingt notwendig, eine Möglichkeit zu schaffen, damit der Leser genau dort hin zurück kommt, wo er herkam.

Häufiger tritt aber der Fall auf, dass man auf ein Dokument verweisen möchte: vielleicht als Beispiel, als Quellenverweis oder als weiter gehende Informationsquelle. In diesem Falle wird der Link direkt im Text gesetzt.

Möchte ich auf eine Pressemitteilung der Messe München verweisen, dann schreibe ich etwa: „Die Messe München sagt“, wobei der ganze Text ein Link ist, daraus schließt der Leser, dass hier auf die quelle der Aussage zurückverwiesen wird.

Dabei müssen Links deutlich erkennbar sein, etwa farblich oder unterstrichen. Dabei verwendet man am besten die klassischen Linkfarben des Web: blau für nicht-besuchte Links, lila für besuchte Seiten. Auf jeden Fall sollte man darauf verzichten, den User durch verschieden farbige Texte zu verwenden. Farben sollten immer eine bestimmte Bedeutung haben, die sich möglichst schnell erschließt.

Wenig hilfreich sind nackte Links, ob sie anklickbar sind oder nicht. Wenn sie „sprechend“ sind, also im Linktext etwas aussagekräftiges drin steht, ist das schon besser, dennoch nicht unbedingt zielführend: http://www.oliveira-online.net/wordpress/wp-admin/post.php?action=edit&post=246

Betreibt man eine professionelle Site mit vielen externen und internen Links sollte man sich überlegen, ob man ein neues Fenster öffnen will oder ob der Link im gleichen Fenster geöffnet werden soll. Wird der Link im gleichen Fenster geöffnet, ist es aufwendiger, zum ursprünglichen Artikel zurückzukehren, sofern man das möchte. Öffnet man den Link in einem neuen Fenster, ärgert sich der User gegebenenfalls darüber. Folgende Regel halte ich für einen sinnvollen Kompromiß: Siteinterne Links werden im gleichen Fenster geöffnet, externe Links in neuem Fenster. Man kann auch im Title-Tag des Ankers hierauf hinweisen.

Wohin der Online-Journalismus steuert und wie man Links nicht verwendet, erfährt man in diesem Telepolis-Artikel.

MP3-Dateien beschleunigen

Folgendes Problem liegt an: Man hat eine Reihe von Audiodateien, in der Regel Sprache, die man sich anhören mag oder muss. Doch der Sprecher ist zu langsam, bekanntermaßen kann man wesentlich schneller lesen als den gleichen Text vorgelesen zu bekommen.
Eine Variante für einzelne Dateien ist das kostenlose Audio-Editing-Programm Audacity. Dazu muss die Datei importiert werden, danach wird die Tonspur markiert mit STRG + a. Unter Effekte findet man zwei Funktionen zum Beschleunigen der Aufnahme, eine der Funktionen sorgt dafür, dass die Tonhöhe beibehalten wird, so dass die Stimme des Sprechers nicht pipsig wird. Das Ergebnis wird über den Dateidialog exportiert. Die Variante ist ein wenig zeitaufwenidg, da die Datei jeweils um- und zurückgewandelt wird, außerdem scheint Audacity keine Stapelverarbeitung zu haben, so dass das Handling mehrer Dateien unkomfortabel ist.
Ich habe wochenlang nach einer Möglichkeit gesucht, viele MP3-Dateien auf einmal zu stretchen – sprich, das Tempo zu erhöhen. Ich bin nun endlich fündig geworden und möchte die anderen „Opfer“ des Tempolimits nun an der Lösung teilhaben lassen. Fairerweise und ohne Scham gebe ich zu, nicht selber darauf gekommen zu sein, sondern von dieser Seite (Englisch) die Lösung erhalten zu haben. Da gibt es auch eine bildliche Darstellung, die ich nicht übernehmen darf oder will.
Das Programm heisst Foobar2000, man sollte es runterladen und installieren. Zudem benötigt man eventuell das .net-Framwork von Microsoft. Auf jeden Fall braucht man die foo_dsp_soundtouch.dll, die man ebenfalls übers Netz findet. Möchte man mit MP3 arbeiten, benötigt man eventuell auch die Datei lame.exe, die – natürlich – auch im Internet zu finden ist.
Du installierst foobar2000, kopierst die foo_dsp_soundtouch.dll in den Installationsordner unter components und startest das Programm.
Unter File – Add files werden Dateien eingefügt. Mittels Kontextmenü – rechte Maustaste – Convert To – wird ein Menü geöffnet. Dort wählst du die Checkbox DSP und wählst anschließend deine Soundtouch-DLL aus. Oben triffst du die Optionen an. ACHTUNG: Bei erhöhtem Tempo erhöht sich die Tonhöhe, hier muss man eventuell bei den Optionen eingreifen oder experimentieren. Bei Sprache kann man durchaus 20 Prozent ohne großen Qualitätsverlust erhöhen. Ansonsten achtet man auf das Sprechertempo, bei 30 und mehr Prozent wird die Stimme allerdings sehr hoch, so dass man da auf jeden Fall die Tonhöhe kontrollieren sollte.
Du musst zudem MP3 auswählen, wenn MP3 am Ende rauskommen soll, meine Version von foobar2000 fragte nach dem Lame-Encoder, den du spätestens jetzt haben und auswählen musst.
Nachdem alles eingestellt ist – Tempo – Tonhöhe – Qualität der Ausgabedatei – gehts auch schon los. Recht flott das Programm.
Viel Spaß und Erfolg!