Sechs Ecken – oder warum jeder jeden kennt

Der amerikanische Soziologe Stanley Milgram verkündete vor einiger Zeit die Theorie, alle Menschen würden sich über sechs Ecken kennen. Der Autor Malcolm Gladwell machte die Theorie mit seinem Buch „The Tipping Point“ populär. Der Film „Das Leben – ein Sechserpack“ mit Will Smith in seiner vermutlich besten, auf jeden Fall aber ernsthaftesten Rolle, deklinierte diesen Gedanken durch.

Die Theorie klingt zunächst verblüffend, deshalb hier ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie besuchen eine Universität. Heutzutage schütteln Sie mindestens zehn Dozenten die Hand. Sie treffen also auf Netzwerker, Professoren, die weit gereist sind, auf Kongresse weltweit gehen und allen möglichen Leuten die Hand geben.
Nimmt man also einen Handshake als Kontakt, nimmt man die großen Netzwerker wie Personaler, Firmenchefs, PR- und Marketing-Leute, Journalisten, Professoren und die kleinen Netzwerker wie unser eins, entsteht ein unglaublich dichtes Geflecht an Kontakten.

Wir können einen Schritt zurück gehen und überlegen einmal, wer mit wem eigentlich verwandt ist. Die Kenntnisse über vergangene Generationen reicht selten mehr als zwei Generationen, also zu den Großeltern und Ur-Großeltern zurück. Sie reicht selten weiter als zu den Cousins und Cousinen, also zu den Kindern der Geschwister von Mutter und Vater. Gehen wir also sechs Generationen zurück, könnten wir verblüfft feststellen, das Lehrer, der Proffesor, Harald Schmidt, der dämliche Nachbar von nebenan oder der Polizeibeamte mit uns über ein, zwei Ecken verwandt ist. Das ist gar nicht so unwahrscheinlich, bedenkt man, dass durch diverse Kriege die Menge an genetischem Material ausgedünnt wurde, um es einmal pietätslos auszudrücken.

Machen wir das Ganze einmal an einem Beispiel deutlich: Nehmen wir an, du hast 20 Bekannte. Jeder dieser Bekannten hat wiederum 20 Bekannte, die du allerdings nicht kennst. Das kommt sehr leicht vor, wenn diese Personen etwa in unterschiedlichen Unternehmen arbeiten. Diese 20 Personen haben wiederum jeweils 20 Kontakte und so fort. Bleiben wir bei unseren sechs Knosten dann heisst die Rechnung:
20 hoch 6 oder 20 x 20 x 20 x 20 x 20 x 20 = 64 000 000
Nett nicht? Damit wir mit sechs Knoten mehr als zwei Drittel der bundesrepublikanischen Bevölkerung abgedeckt.
Nun mag man argumentieren, die 20 Leute, die ich kenne, wären sich gegenseitig schon begegnet, dabei übersieht man allerdings, dass man wesentlich mehr Leuten die Hand geschüttelt hat, auch wenn man sich nicht mehr dran erinnert.

MP3-Dateien beschleunigen

Folgendes Problem liegt an: Man hat eine Reihe von Audiodateien, in der Regel Sprache, die man sich anhören mag oder muss. Doch der Sprecher ist zu langsam, bekanntermaßen kann man wesentlich schneller lesen als den gleichen Text vorgelesen zu bekommen.
Eine Variante für einzelne Dateien ist das kostenlose Audio-Editing-Programm Audacity. Dazu muss die Datei importiert werden, danach wird die Tonspur markiert mit STRG + a. Unter Effekte findet man zwei Funktionen zum Beschleunigen der Aufnahme, eine der Funktionen sorgt dafür, dass die Tonhöhe beibehalten wird, so dass die Stimme des Sprechers nicht pipsig wird. Das Ergebnis wird über den Dateidialog exportiert. Die Variante ist ein wenig zeitaufwenidg, da die Datei jeweils um- und zurückgewandelt wird, außerdem scheint Audacity keine Stapelverarbeitung zu haben, so dass das Handling mehrer Dateien unkomfortabel ist.
Ich habe wochenlang nach einer Möglichkeit gesucht, viele MP3-Dateien auf einmal zu stretchen – sprich, das Tempo zu erhöhen. Ich bin nun endlich fündig geworden und möchte die anderen „Opfer“ des Tempolimits nun an der Lösung teilhaben lassen. Fairerweise und ohne Scham gebe ich zu, nicht selber darauf gekommen zu sein, sondern von dieser Seite (Englisch) die Lösung erhalten zu haben. Da gibt es auch eine bildliche Darstellung, die ich nicht übernehmen darf oder will.
Das Programm heisst Foobar2000, man sollte es runterladen und installieren. Zudem benötigt man eventuell das .net-Framwork von Microsoft. Auf jeden Fall braucht man die foo_dsp_soundtouch.dll, die man ebenfalls übers Netz findet. Möchte man mit MP3 arbeiten, benötigt man eventuell auch die Datei lame.exe, die – natürlich – auch im Internet zu finden ist.
Du installierst foobar2000, kopierst die foo_dsp_soundtouch.dll in den Installationsordner unter components und startest das Programm.
Unter File – Add files werden Dateien eingefügt. Mittels Kontextmenü – rechte Maustaste – Convert To – wird ein Menü geöffnet. Dort wählst du die Checkbox DSP und wählst anschließend deine Soundtouch-DLL aus. Oben triffst du die Optionen an. ACHTUNG: Bei erhöhtem Tempo erhöht sich die Tonhöhe, hier muss man eventuell bei den Optionen eingreifen oder experimentieren. Bei Sprache kann man durchaus 20 Prozent ohne großen Qualitätsverlust erhöhen. Ansonsten achtet man auf das Sprechertempo, bei 30 und mehr Prozent wird die Stimme allerdings sehr hoch, so dass man da auf jeden Fall die Tonhöhe kontrollieren sollte.
Du musst zudem MP3 auswählen, wenn MP3 am Ende rauskommen soll, meine Version von foobar2000 fragte nach dem Lame-Encoder, den du spätestens jetzt haben und auswählen musst.
Nachdem alles eingestellt ist – Tempo – Tonhöhe – Qualität der Ausgabedatei – gehts auch schon los. Recht flott das Programm.
Viel Spaß und Erfolg!

Ich bin behindert – Ihr enthindert mich